Am Samstagabend, dem 26. September 2026, geriet an Bord eines Airbus A321-200 der Lufthansa eine Powerbank im Bereich eines Sitzes in Brand.
Die Kabinenbesatzung reagierte umgehend und sicherte den brennenden Akku in einer speziell dafür vorgesehenen Sicherheitsverpackung, einer sogenannten Lithium Safe Bag.
Trotzdem entschieden sich die Piloten aus Sicherheitsgründen, den Flug abzubrechen und den französischen Flughafen Lyon anzusteuern.
Die Maschine mit der Flugnummer LH1170 landete gegen 22 Uhr sicher in Lyon. Nach der Freigabe durch die Feuerwehr konnten alle 198 Passagiere das Flugzeug regulär verlassen.
Bei dem Vorfall wurde niemand verletzt.
Da am Flughafen Lyon ein Nachtflugverbot gilt, konnte die Maschine ihren Flug nach Lissabon noch am selben Abend nicht fortsetzen.
Die Fluggesellschaft organisierte für die 198 Passagiere und die sechs Besatzungsmitglieder eine Übernachtung in Hotels.
Am Sonntag, dem 27. September, wurden die Reisenden auf alternative Flugverbindungen umgebucht, um ihre Reise nach Lissabon fortzusetzen.
Für die betroffenen Fluggäste bedeutete der Zwischenfall eine erhebliche Verzögerung ihrer Reise.
Powerbanks, also tragbare Akkus zum Aufladen von Smartphones und anderen elektronischen Geräten, unterliegen bei Lufthansa strengen Sicherheitsvorschriften.
Für Flüge der Lufthansa Group gelten folgende Regeln:
-
Kein Transport im Aufgabegepäck: Powerbanks dürfen ausschließlich im Handgepäck mitgeführt werden.
-
Keine Nutzung an Bord: Das Aufladen und die Verwendung von Powerbanks während des Fluges sind grundsätzlich untersagt. Ausnahmen gelten für genehmigte medizinische Geräte.
-
Keine Aufbewahrung in den Gepäckfächern über den Sitzen: Powerbanks müssen am Körper, in der Sitztasche des Vordersitzes oder im Handgepäck unter dem Vordersitz aufbewahrt werden.
Trotz dieser Sicherheitsvorschriften kam es zu dem Brand an Bord.
Der Vorfall war bereits der zweite Sicherheitszwischenfall an diesem Wochenende mit einem Lufthansa-Flug ab Frankfurt.
Ebenfalls am Samstag musste ein Flug von Frankfurt nach Toronto mit 371 Passagieren an Bord aus Sicherheitsgründen umkehren und im britischen Manchester landen.
Grund dafür war ein auffälliger Geruch in der Kabine. Die Fluggesellschaft bestätigte auch diesen Vorfall.