Im Frankfurter Stadtteil Schwanheim, in der Nähe des Flughafens, sind bei zwei Personen Malaria tropica festgestellt worden. Nach Angaben des Frankfurter Gesundheitsamtes vom 15. September leben beide betroffenen Personen in Schwanheim. Keine der beiden Personen arbeitet am Frankfurter Flughafen und keine hatte zuvor ein Malaria-Risikogebiet bereist. Wie es zu den Infektionen kam, ist derzeit noch […]
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Zwei neue Malaria-Fälle im Umfeld des Frankfurter Flughafens festgestellt
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Im Frankfurter Stadtteil Schwanheim, in der Nähe des Flughafens, sind bei zwei Personen Malaria tropica festgestellt worden.
Nach Angaben des Frankfurter Gesundheitsamtes vom 15. September leben beide betroffenen Personen in Schwanheim. Keine der beiden Personen arbeitet am Frankfurter Flughafen und keine hatte zuvor ein Malaria-Risikogebiet bereist. Wie es zu den Infektionen kam, ist derzeit noch Gegenstand der Untersuchungen.
Das Gesundheitsamt teilte mit, dass bislang nicht eindeutig geklärt werden konnte, wie der für die Erkrankung verantwortliche Parasit Plasmodium falciparum übertragen wurde.
Auch zuvor waren im Umfeld des Frankfurter Flughafens Malaria-Fälle festgestellt worden. Nach Angaben des Gesundheitsamtes hatten sich seit Beginn des Jahres sechs Personen im Zusammenhang mit ihrer beruflichen Tätigkeit am Flughafen mit Malaria infiziert. Zwei dieser Fälle endeten tödlich. Auch diese sechs Personen hatten zuvor kein Malaria-Risikogebiet bereist.
Mit den beiden neuen Fällen gibt es nach aktuellem Kenntnisstand des Frankfurter Gesundheitsamtes in diesem Jahr insgesamt acht Malaria-Fälle im Zusammenhang mit dem Umfeld des Frankfurter Flughafens. Ob die beiden neuen Fälle mit den zuvor festgestellten Infektionen in Verbindung stehen, ist allerdings noch nicht abschließend geklärt. Die entsprechenden Laboruntersuchungen dauern an.
Nach den neuen Fällen hat das Gesundheitsamt seine Überwachung der Stechmücken ausgeweitet. Zusätzlich zu den bereits am Frankfurter Flughafen aufgestellten Mückenfallen werden nun auch im Stadtteil Schwanheim Untersuchungen durchgeführt.
Das Frankfurter Gesundheitsamt bewertet das allgemeine Gesundheitsrisiko für die Bevölkerung weiterhin als sehr gering. Malaria wird nicht durch gewöhnlichen Kontakt zwischen Menschen übertragen. Eine Übertragung erfolgt durch den Stich einer infizierten Anopheles-Mücke.
Die Gesundheitsbehörden weisen außerdem darauf hin, dass Malaria tropica bei einer frühzeitigen Diagnose und schnellen Behandlung behandelbar ist.
Bedeutung für Reisende
Der Frankfurter Flughafen gehört zu den wichtigsten internationalen Flughäfen Deutschlands. Daher wird die Entwicklung auch von der Reisebranche aufmerksam verfolgt.
Nach den derzeit vorliegenden offiziellen Informationen gibt es jedoch keine allgemeine Gesundheitswarnung für Passagiere am Frankfurter Flughafen und keine Anordnung zur Einstellung des Flugverkehrs.
Nach Einschätzung des Frankfurter Gesundheitsamtes bleibt das allgemeine Risiko für die Bevölkerung sehr gering.
Quellen
Frankfurt am Main – Gesundheitsamt / offizielle Mitteilung:
Zwei neue Malaria-Fälle im Umfeld des Frankfurter Flughafens
Frankfurter Gesundheitsamt – offizielle Informationen:
Flughafenmalaria – Häufig gestellte Fragen
Hessenschau:
Malaria-Fälle in Frankfurt: Eingeschleppte Mücken fliegen ins Stadtgebiet
Tagesschau:
Infektionen im Umfeld des Flughafens Frankfurt
Frankfurter Rundschau:
Zwei neue Malaria-Fälle in Frankfurt – Labor soll Klarheit bringen
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