Manavgat – 19. August 2026. In Manavgat sorgt ein Vorfall mit einem jungen Hund weiterhin für große Aufregung. Ein deutscher Staatsbürger, der in der Türkei lebt, wurde nach den bisherigen Ermittlungen zur Abschiebung in das Rückführungszentrum in Antalya gebracht.

Der Vorfall ereignete sich nach Angaben mehrerer türkischer Medien vor einigen Tagen im Stadtteil Ilıca in Manavgat. Demnach soll der Mann mit einem ATV einen jungen Hund angefahren haben. Anschließend soll er das verletzte Tier mit einem Stein am Kopf getroffen haben, wodurch der Hund starb. Die Angaben beruhen auf den bisherigen Ermittlungen und Medienberichten.

Motorkurier alarmierte die Behörden

Auf den Vorfall wurde ein vorbeifahrender Motorkurier aufmerksam. Der Mann, der von türkischen Medien als Alican Yılmaz genannt wird, soll die Situation mit seiner Helmkamera aufgenommen haben.

Nachdem er den Vorfall bemerkt hatte, verständigte er die türkische Notrufzentrale 112. Daraufhin nahm die Kumköy-Jandarma Ermittlungen auf. Die Aufnahmen der Helmkamera sollen dabei eine wichtige Rolle bei der Identifizierung des Verdächtigen gespielt haben.

Zunächst freigelassen

Der deutsche Staatsbürger mit den Initialen J.R. wurde von der Jandarma festgenommen und anschließend den Justizbehörden vorgeführt. Nach seiner Aussage wurde er zunächst wieder freigelassen.

Im weiteren Verlauf leitete die Manavgat İlçe Jandarma Komutanlığı jedoch ein Verwaltungsverfahren wegen einer möglichen Störung der öffentlichen Ordnung ein.

Bei einer Durchsuchung der Villa, in der J.R. nach Medienangaben seit rund vier Jahren mit seiner Ehefrau lebt, soll außerdem eine nicht genehmigte Schrotflinte gefunden worden sein. Türkische Medien berichten zudem, dass bei den Ermittlungen ein früherer Eintrag in Deutschland festgestellt worden sei.

Zur Abschiebung nach Antalya gebracht

Nach Abschluss der bisherigen Maßnahmen wurde J.R. schließlich von den Behörden dem Rückführungszentrum in Antalya (Antalya Geri Gönderme Merkezi) übergeben. Damit wurde das Verfahren zur möglichen Abschiebung aus der Türkei eingeleitet.

Der Fall hat in Manavgat und in den sozialen Medien für starke Reaktionen gesorgt. Besonders die Aufnahmen der Helmkamera, die den Ablauf des Vorfalls dokumentieren sollen, verbreiteten sich anschließend im Internet.

Hinweis: Die Darstellung des Vorfalls basiert auf den bislang veröffentlichten Informationen türkischer Medien und Behördenangaben. Für die konkrete Tötung des Hundes gilt bis zu einer endgültigen gerichtlichen Entscheidung die Unschuldsvermutung.

Quellen